Eine Fantasy-Welt für Rollenspiele

Eine Fantasy-Welt zeichnet eine vom Mittelalter inspirierte Welt. Es gibt Ritter, Könige und Bauern. Vielleicht gibt es einen bösen Sheriff, der seine Untertanen horremde Steuern zahlen lässt und es Helden in der Art von Robin Hood geben muss, um die Bevölkerung zu retten.

Es gibt aber auch Drachen, denen jedes Jahr Jungfrauen geopfert und von einem Ritter in glänzender Rüstung getötet werden muss, um die Bevölkerung zu retten.

In den Wäldern hoch im Norden, fern der bevölkerten Gebiete gibt es Einhörner. Nur selten hat man sie gesehen - doch wer sie gesehen und einem vielelicht persönlich begegnet ist, hat eine tiefe Zufriedenheit.

Neben den Menschen leben Elfen (J.R.R. Tolkien nennt sie Elben) und Zwerge in dieser Welt - vielleicht auch Halblinge (J.R.R. Tolkien nennt sie Hobbits) und vielleicht sogar Windlinge - ein Volk wie man sich Feenwesen vorstellt, vielleicht 20cm große menschenähnliche Wesen mit großen schmetterlingartigen Flpgeln. Doch sind sie alles andere als die Feen aus dem Märchen - sie sind wie die Menschen auch gut wie böse, müssen ganz normalen Berufen nachgehen, um in der Welt zu überleben - einige der erfolgreichsten Diebe sind Windlinge.

Dies sind nur Beispiele davon, wie man sich eine Fantasy-Welt vorstellen kann. Die Wlet in der Deine Geschichten spielen haben vielleicht keine Windlinge aber dafür andere Details. Im Folgenden zeichne ich Dir, mein liebem Leser, die Fantasy-Welt, die mir und meinem Sohn (7) gefällt. Er interessiert sich für die Pyramiden in Ägypten, schaut Dokumentation zu den ägyptischen Göttern und über die Geschichten aus der Bibel. Er mag Disneys Dragons, die Drachenreiter und mag geheimnisvolle ungelöste Rätsel der Menschheitsgeschichte, wie Berichte von UFOs und Kornkreisen. Ich werde also eine magievolle Fantasywelt mit fremden Religionen und Göttern zeichnen, die an die alten Ägypter und die Götter der alten Griechen angelehnt ist. Es wird Mystik und Magie geben sowie typische Fantasy-Rassen wie Elfen und Zwerge - aber auch Windlinge.

Prolog

Diesen Text lese ich vor jeder Runde vor, damit die Spieler wissen in welche Welt sie sich befinden und einstimmen können.

Ihr seid wieder da - in einer Welt des Mittelalters. Es gibt Könige, Ritter und Bauern. Aber es gibt auch Magie, böse Drachen, die Goldschätze bewachen und Dörfer mit Feuersbrunst verwüsten. Neben den Menschen leben die Zwerge in großen Festungen in den Bergen, die Elfen in den tiefsten Wäldern. Aber auch in den Städten mit ihren hohen Stadtmauern leben Mitglieder alle auf dieser Welt lebenden Völker. Da gibt es Zwergenhändler, Elfenmagier, Zwergenschankwirte, Elfengmüsehändler, ... alles was man sich nur vorstellen kann. Jede Rasse kann jeden Beruf ergreifen. Auch die Wälder sind bevölkert von wundersamen Wesen und manchmal auch Geistern.

Es gibt unzählige Götter, doch niemand hat sie seit Jahrhunderten gesehen. Die Priester hüten ihre Tempel und führen die heiligen Rituale aus. Die Menschen, Zwerge, Elfen und all die anderen beten zu ihnen - denn eines Tages könnte man ihnen wieder begeegnen und dann will man ein folgsamer Gläubiger gewesen sein, um nicht ihren Zorn zu spüren. Und manchmal hat man sogar das Gefühl, dass sie unsichtbar hinter einem stehen und in ihrer Güte und aus Dankbarkeit für die Gebete Hilfe zuteil werden lassen.

Spannende Abenteuer warten auf Euch - und Euer nächstes Abenteuer beginnt jetzt:

An dieser Stelle beginnst du als Spielleiter das neue Abenteuer zu erzählen.

Die Geschichte der Götter und die Herkunft der Rassen

Am Anfang war nur die Zeit und der Himmel. Der Himmel ist der Ur-Vater und die Zeit ist die Ur-Mutter. Sie bekamen 5 Kinder: den Ozean, die Berge, die Wälder, die Flüsse und den Wind. Die ersten Götter. Den ersten Göttern wurde schnell langweilig, so schufen sie Lebewesen, die die Welt bevölkern sollten: die Götter. Die Götter schufen weitere Pflanzen, die Tiere des Waldes und die Tiere des Wassers und die Tiere der Luft. Die Energie der Göttereltern (Ozean, Berge, Wälder, Flüsse und Wind) lebt in ihnen allen weiter.

Die Götter vermehrten sich und bekamen Kinder. Auch sie waren Götter. Auch sie wollten erschaffen - sie erschufen zu ihrem Vergnügen gottgleiche jedoch sterbliche Wesen: die Elfen, die Zwerge, die Menschen und viele weitere. Sie gaben ihnen Lebensraum und freien Willen. Dies missfiel den ersten Göttern. Sie rügten ihr Kinder - doch die bündelten ihre Kräfte, lehnten sich auf und schickten die Eltern fort. Immerhin waren sie selbst Götter und mussten sich nichts vorschreiben lassen.

Den jungen Göttern gefiel was sie geschaffen hatten und sie beschlossen nicht nur Götter zu sein, sondern sich auch wie Götter verehren zu lassen. Ein jeder Gott suchte sich einen Ort af der Welt, ließ sich von den Menschen, Elfen, den Zwergen und all den anderen Paläste bauen und sich anbeten. So kam es, dass an manchen Orten der eine Gott und an anderen Orten die andere Göttin mehr Bedeutung hat.

Manchmal, wenn den Göttern langweilig wurde, verließen sie ihre Tempel und suchten einen anderen Ort auf, ließen sich erneut Tempel erbauen und sich anbeten. So kam es, dass größere Städte die Tempel mehrerer Götter bekamen.

Manchmal trafen sich die Götter, vermehrten sich auf herkömmliche Weise und gebaren neue Götter, die ihrerseits ihren Weg in der Welt suchten.

Manchmal vergnügen sich die Götter aber auch mit den niederen Kreaturen und schaffen so einfache Wesen mit göttlichen Fähigkeiten - Halbgötter. Es ranken sich viele Legenden um Götter und Halbgötter.

Mancher Mensch, Elf oder Zwerg hat das Blut eines Halbgottes und damit das Blut eines Gottes Generationen vergraben in seinem Stammbaum - vielfach ohne es zu wissen. Das Blut schläft still oft viele Generationen. Dann erwacht durch ein besonderes Erlebnis die Kraft in einem jungen Menschen, Zwerg oder Elfen und er wird zu einem Gott unter Sterblichen.

Disclaimer: die folgenden Zeilen gehören nicht zur Fantasy-Welt meines 7-jährigen Sohnes, sondern zu dem Erweiterungsset für ab 16-jährige Spieler, die gefestigt in ihrem Glauben sind.

Der namenlose Gott und der Zwist mit seinem halbgöttlichen Sohn

Unter den Göttern gibt es auch den bösartigen Zwillingsbruder des Göttervaters. Er verbietet seinen Anhängern ihn bei seinem Namen zu nennen - tatsächlich hat er den Menschen niemals seinen Namen genannt. Verstritten mit seinen Geschwistern und deren Famiele wurde er aus der göttlichen Wohnstatt - den Bergen von Esprios verbannt. Seitdem verlangt er von seinen Anhängern ihn als alleinigen unter allen Göttern anzubeten.

Er ist einer der mächtigsten aber auch rachsüchtigsten Götter. Er beschützt die ihm getreuen folgsamen Anhänger vor der Rache seiner Geschwister, die es nur mit seiner im Exil gewachsenen Macht aufnehmen können, wenn sie alle gemeinsam arbeiten - was selten geschieht, da auch seine Geschwister und deren göttlichen Abkömmlinge immer wieder kleinere Familienzwiste haben.

Da er sich nicht unter seinesgleichen paaren konnte, schwängerte er zwergische, elfische, windlingerische aber auch eine menschliche Frau. Sein menschlicher halbgöttlichen Sohn hat es sich nicht nehmen lassen seine göttliche Herkunft zu demonstrieren sich selbst zu einem gottgleichen Wesen zu erheben. Überall wo er auftrat wirkte er Wunder, um im Gegenzug verehrt - ja vergöttert zu werden. Er erweckte Tote zum Leben, ließ verkrüppelte Menschen wieder laufen und gab blinden Menschen das Augenlicht.

Seinem namenlosen Vater, missfiel dies zunehmend und nach einigen hunderten Jahren des Wirkens ließ er seinem abrünnigen und größenwahnsinnigen Sohn das Leben nehmen. Da er - so sehr er es auch wollte - nicht gegen sein eigenes göttliches Fleisch agieren konnte - nicht das seinen eigenen Lenden entsprungen Fleisches - dies verbiete nicht ethische Gesetze sondern die der Weltordnung, da er bei einem egenhändigen Mord an seinem Sohn auch sich selbst schwächen würde - schnippte er mit den Fingern und gab dem blutrünstigsten Herrscher des aktuellen Zeitalters die Wahl 12 seiner besten Krieger zu ernennen, die die Macht erhalten sollten, die nur 36 Stunden anhalten sollte den Halbgott gefangen zu nehmen und unter einem Stein zu begraben.

Der jedoch hatte durch die Energie seiner ihn anbetenden Anhänger den Halbgott-Status längst überwunden - ohne den göttlichen Status je erreicht zu haben. Seitdem herrscht der Geist des Halbgottes in der Zwischenwelt und wird zunehmend von seinen Anhängern mit ihrer anbetenden Energie am Leben gehalten.

In dunklen Messe-Feiern vor einem Altar der von einer Statue gekrönt wird, die den durch einen Felsbrocken gesteinigten Halbgott zeigt, zerteilen sie das Fleisch einer Ziege mit dem Dolch in kleinste Stücke und fangen das Blut in einem Kelch aus. Die Priester verteilen das Fleich und lassen den Kelch umgehen mit den Worten dies sei das Fleisch des Körpers und das Blut das Blut ihres Gottes.

Die Anhänger sagen sich aktiv von allen anderen Göttern los und beten nur noch den toten Geister-Halbgott an. All diejenigen Jünger, die ihm vollen Herzens folgen, werden vor den Gelüsten, dem Zorn oder der Rache der anderen Götter - auch der seines Vaters geschützt - diese Macht hat der Geistergott. Doch gelingt es einem der anderen auch nur den geringsten Zweifel zu sähen, dass der gesteinigte Geistergott nicht der mächtigste Gott ist - können sie zum Ziel der anderen werden.

So ungern es der Namenlose wahrhaben möchte, schützt die Blutlinie zum Geistergitt ihn davor von seiner Vielgötter-Familie umgebracht zu werden. Erst wenn der Geistergott das zeitliche gesegnet hat, kann auch der Vater getötet und damit die Vielgötter-Ordnung in der Welt wieder hergestellt werden.

Das Dreigestirn des Vaters, des Sohnes und des Geistes sind also unbdingt miteinander verbunden. Der Vater, der den größenwahnsinnigen Halbgott gezeugt hat, welcher indirekt durch Gotteshand getötet und zum Geistergott verwandelt wurde, sind voneinander abhängig. Solange der Geistergott existiert wird der Vater nicht sterben.

Erst wenn es die anderen Götter geschafft haben in allen Anhängern des Geistergottes den Zweifel zu sähen, können sie die Macht des Geistergottes brechen und ihn endgültig töten. Und damit wird der Abtrünnige Bruder des Herrexhers der Götterfamilie verletzlich. Erst dann kann sich der Götter-Clan wieder erheben die ganze Welt einnehmen.